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Europa Cup - 10 settembre 2011 - Selbu (N)

IFPF
Die Schweizer Delegation.

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Leo Duschèn u. Walter Jäger.

Rangliste

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Der Europa-Cup für Laufhunde der FCI auf Has wird alljährlich in einem Mitgliedland ausgetragen. Startberechtigt sind in den verschiedenen Kategorien (Solohunde, Koppeln und Meuten) Laufhunde der verschiedenen Schläge. Die nationale Auswahl erfolgt nach einem Qualifikationssystem. In der Schweiz sind die ersten drei Laufhunde des sogenannten Kombinationspreises qualifiziert. Dabei zählen die Resultate der nationalen Prüfungsjagen sowie Ausstellungen.

Der diesjährige Europa-Cup wurde in Selbu in Mittelnorwegen durchge-führt. Der Ort liegt ca. 40 km von Trondheim in einer von Seen und Moorgebieten durchsetzten malerischen Landschaft. Das Gelände ist für die Hunde sehr anspruchsvoll, da sehr viel Feuchtgebiete und sehr dichter Staudenbewuchs und Hochwald vorhanden sind. Die Bedingungen als solche waren für die Hunde bei schönem Wetter und gutem Schneehasenbestand optimal. Diese Verhältnisse stellen auch an die Richter und Beobachter hohe Anforderungen. Es ist nämlich sehr schwierig, den gejagten Hasen bei derart wenig offenen Flächen zu sehen, was Bedingung für eine Klassierung ist.

Eine kleine aber feine Delegation des Schweizerischen Laufhundeclubs (SLC) mit ihren Angehörigen nahm den langen Weg von der Schweiz nach Norwegen auf sich. Per Auto, Schiff und Flugzeug reisten Manfred Pircher, FCI-Delegierter, Alfred Beyeler, Jungjäger in Ausbildung, Armin Zweifel, internationaler Leistungsrichter, Christian Schreiber, internationaler Leistungsrichter, Giovanni Brumana mit seiner erst 3-jähriger Berner-Laufhündin Clue de la Resega Nuova, Leo Duschèn mit seiner 7-jährigen Luzerner Laufhündin Diana von Clüs und Walter Jäger mit seiner ebenfalls 7-jährigen Luzerner Laufhündin Eika vom Weisshorn, als Teilnehmer teils schon vorher zur „Akklimatisation“ im nordischen Jagdgebiet an. Dabei legten die per Auto angereisten Teilnehmer über 2‘500 km nur auf der Hinfahrt zurück, die Überfahrt mit der Fähre nicht eingerechnet. Besonders sei die Firma Auto-Mathis AG, St. Moritz, erwähnt, die einen modernen VW Bus unentgeltlich zur Verfügung gestellt hat.

Die nur für Solohunde organisierte Veranstaltung litt unter der nicht optimalen Vorbereitung durch die FCI resp. die Prüfungsleitung. Personelle Änderungen drängen sich hier auf. Die örtlichen Organisatoren indessen gaben sich alle Mühe, eine gelungene Veranstaltung durchzuführen.

Am Samstag, 10. September 2011 hatte jeder Laufhund von 08.00 bis 12.00 Uhr Zeit, sein Können auf der Hasenspur zu zeigen. Aus Schweizer Sicht war dieser Europa-Cup ein voller Erfolg. Allen voran zeigte Eika vom Weisshorn eine Meisterleistung, indem es ihr als einzigem Hund seit Bestehen des Europa-Cups (1992) gelang, ihren Titel erfolgreich zu verteidigen. Nach dem Sieg am Europa-Cup 2010 im Wallis belegte sie erneut mit 126 Punkten den 1. Rang, und zwar gegen eine starke skandinavische Konkurrenz in deren eigenem Land. Im 5. Rang klassierte sich Diana von Clüs mit 118 Punkten, und zwar punktegleich mit dem 4. klassierten Laufhund aus San Marino, welcher aufgrund der besseren Bewertung der Laute einen Rang vorher klassiert wurde. Den beiden Hundeführern Leo Duschèn und Walter Jäger gilt unsere Anerkennung und unser Dank und natürlich herzliche Gratulation zum Erfolg.

Regionalgruppe Graubünden des SLC: Der Präsident Christian Schreiber